Audimax

Das Audimax der Universität Bayreuth ist ein idealer Ausgangspunkt für einen Rundgang zu den verschiedenen Kunstwerken, die überall auf dem Campus zu entdecken sind.
Im Foyer und im Außenbereich vor dem Eingang befinden sich zwei kugelförmige Skulpturen der Künstlerin Gisela Kleinlein. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: einer großen Betonkugel im Foyer, einer spiegelnden schwarzen Kreisscheibe aus Glas, die in den Boden eingelassen ist, und einer kleineren Betonkugel im Außenbereich.
Die raue Oberfläche der beiden Kugeln erinnert an Planeten, sodass man die Skulpturen als planetare Konstellation von drei Objekten, die sich gegenseitig umkreisen, interpretieren könnte.
Gisela Kleinlein, geboren 1955 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Berlin. Seit 1999 lehrt sie als Professorin für Plastisches Gestalten an der Bergischen Universität Wuppertal.
Die Skulptur stammt aus den Jahren 1998/1999 und bildet den Ausgangspunkt unseres Rundgangs über den Campus.
Das Wandgemälde „Hinter dem Vorhang“ von Nils-Udo ist ein faszinierendes Kunstwerk, das im unteren Foyer des Auditorium Maximum der Universität Bayreuth zu bewundern ist. Es handelt sich um ein großformatiges Werk, das durch einen Scanna Digital Spray Print auf Leinwand realisiert wurde und die Maße 5,6 x 6 Meter bzw. 4,5 x 6 Meter aufweist.
Nils-Udo ist bekannt für seine Arbeiten, die die Schnittstelle zwischen Kunst und Natur erkunden. Seine Werke sind oft ephemer und integrieren natürliche Materialien, die im Laufe der Zeit vergehen. „Hinter dem Vorhang“ ist ein Beispiel für seine Fähigkeit, die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur in einem künstlerischen Kontext einzufangen.

Das Werk basiert auf einem Hasselblad-Diapositiv einer früheren Arbeit des Künstlers, bei der halbierte Robinienblätter über in den Weihergrund gesteckten Stöcken arrangiert wurden. Dieses Bild wurde auf die Leinwand übertragen und spiegelverkehrt in zwei Teilen auf einem Lattenrahmen an der Wand befestigt. Die Verwendung von Digital Spray Print ermöglicht eine präzise Wiedergabe der ursprünglichen Naturinstallation, während die Spiegelung eine zusätzliche Dimension der Wahrnehmung hinzufügt.
Natur und Kunst: Das Werk verbindet die natürliche Welt mit der künstlerischen Darstellung. Die Robinienblätter, die über dem Wasser schaukeln, symbolisieren die lebendige und dynamische Natur, die durch die künstlerische Intervention eingefangen wird.
Vergänglichkeit: Die Verwendung von halbierten Blättern und die ephemere Natur der ursprünglichen Installation betonen die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit der Natur. Dies steht im Kontrast zur dauerhaften Präsenz des Kunstwerks im universitären Kontext.
Spiegelung und Wahrnehmung: Die spiegelverkehrte Anordnung der beiden Teile des Werkes lädt den Betrachter ein, über die Wahrnehmung und Interpretation von Kunst nachzudenken. Es erinnert daran, dass die Wahrnehmung von Kunst subjektiv ist und von verschiedenen Perspektiven abhängt.
Raum und Kontext: Die Platzierung im Foyer des Auditorium Maximum schafft einen Dialog zwischen dem Kunstwerk und dem akademischen Umfeld. Es könnte als eine Einladung verstanden werden, die natürliche Welt in den intellektuellen Diskurs einzubeziehen.
„Hinter dem Vorhang“ ist ein beeindruckendes Beispiel für Nils-Udos künstlerische Vision, die Natur und Kunst in einer tiefgründigen und reflektierenden Weise miteinander verbindet. Das Werk lädt den Betrachter ein, über die Beziehung zwischen Mensch und Natur, die Vergänglichkeit des Lebens und die subjektive Wahrnehmung von Kunst nachzudenken.

Wenn man vom Eingangsbereich des Audimax in Richtung des Aufgangs zum Unirondell blickt, fällt sofort eine imposante Granitsäule ins Auge, die den Platz dominiert und als Markierung dient. Diese Skulptur des Künstlers Herbert Peters trägt den Titel "Feldzeichen" und ragt mit ihrem pentagonalen Grundriss unübersehbar in die Höhe.
Das Kunstwerk zeigt prismatisch geformte und leicht diagonal verkantete Flächen. Mit einer Gesamthöhe von sechs Metern dominiert die Skulptur die freie Fläche zwischen dem Audimax, den Gebäuden GW I und NW I sowie der Mensa. Dadurch wird dieser monolithische Steinpfeiler, der zu Beginn der 1980er Jahre entstand, zu einem Meilenstein und Orientierungspunkt zwischen den umgebenden Gebäudekomplexen.
In Blickrichtung des Gebäudes NW I findet sich dann mit dem Metallkopf von Wolfgang Bier ein weiteres sehr markantes Kunstwerk in unmittelbarer Nähe zum Audimax.

Kopf - Wolfgang Bier
Schräg gegenüber des Eingangs zum Audimax findet sich eine imposante Metallskulptur, die an einen überdimensionalen Schädel eines futuristisch anmutenden Roboters denken lässt. Über dieses Anfang der 1980er Jahre entstandene Werk sagt der Künstler Wolfgang Bier selbst: „Ich mache meistens Köpfe, denn im Kopf, im Gesicht, in dessen Bewegungen und Zuckungen entsteht und spielt sich wider, was den Menschen so faszinierend macht: so bewundernswert, geheimnisvoll, unverständlich, widersprüchlich, grauenhaft."