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Kunst auf dem Campus der Universität Bayreuth

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TAO-Gebaeude-Skulptur -David Mannstein

TAO Gebäude - Technologieallianz Oberfranken

Die Skulptur vor dem TAO-Gebäude entstand im Rahmen eines Wettbewerbs und wurde 2022 fertiggestellt. Mannstein bevorzugt Metall als Material, da es ihm nahezu unbegrenzte konstruktive Möglichkeiten bietet und eine starke Verbindung zur Technik hat. Für die Umsetzung der Skulptur arbeitete er mit der Firma Kratzer Metallbau in Zittau zusammen.

David Mannstein, geboren 1958 in Bad Hersfeld und aufgewachsen in Fulda, fand seinen Weg zur Kunst über Umwege. Nach verschiedenen Studienversuchen und einem Meisterbrief entschied er sich schließlich für ein Kunststudium in Weimar. Dort lernte er seine Frau und künstlerische Partnerin Maria Vill kennen. Gemeinsam bilden sie das Künstlerduo Mannstein + Vill und arbeiten fast ausschließlich im öffentlichen Raum.

David Mannstein - Skulptur vor dem TAO Gebäude - hochkant

Die Skulptur selbst erinnert an sich im Wind wiegende Grashalme. Diese Assoziation ist bewusst gewählt, um die Verbindung zur Natur und deren Bedeutung für Wissenschaft und Forschung zu betonen. Die Grashalme symbolisieren Stabilität und Beweglichkeit, Verwurzelung in der Erde und Wachstum zur Sonne hin. Sie stehen für die Rolle der Natur als Inspiration und Vorbild für die Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie.

Die Skulptur lädt zu vielfältigen Interpretationen ein. Sie verweist auf die Bedeutung der Natur für die Entwicklung neuer Materialien und Technologien, die von der Architektur bis hin zu Mikrotechnologien reichen. Die Grashalme symbolisieren auch das Forschungsfeld der Energietechnik, da sie dieselben Energiequellen nutzen wie wir Menschen. Aktuelle Forschungen zur Photosynthese und neuen Möglichkeiten der Energiegewinnung spiegeln sich in der Skulptur wider.

Durch ihre Dimension regt die Skulptur dazu an, über unsere Rolle auf dem Planeten Erde nachzudenken. Sie macht bewusst, wie kurz unsere Existenz im Vergleich zur langen Geschichte der Erde ist und wie wenig wir noch wissen und verstehen. Gleichzeitig betont sie unseren großen Einfluss auf die irdischen Prozesse.

Formal ergänzt die Skulptur die horizontale Struktur der Fassade des TAO-Gebäudes mit ihren langen Fensterbändern und Lamellen. Durch ihre Größe und die modulierte Landschaft mit Hügeln und Baumgruppen entsteht ein Wechselspiel zwischen klein und groß, kurz und lang – sowohl räumlich als auch zeitlich. Die rote Farbe der Skulptur hebt sie von den natürlichen Vorbildern ab und fungiert als Bindeglied zwischen Umgebung und Gebäude, Natur und Kultur. Sie markiert den Standort der Forschungseinrichtungen und stiftet Identität.


Verantwortlich für die Redaktion: Oliver Gschwender

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